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Starten Sie Ihre persönliche Smartphone-Diät in drei einfachen Schritten

Veröffentlicht am 28. 01. 2014 • von • in Querbeet, Soziale NetzwerkeKeine Kommentare

Der 28. Januar ist europäischer Datenschutztag. Anlass genug also, sich nicht nur um den zum Jahresanfang  vorgenommenen „Ich muss mehr Sport machen und ein paar Kilos abnehmen“-Vorsatz zu kümmern, sondern auch mal in Sachen private Daten im Internet auf Sparkurs zu gehen.

Diese Diät wird immer wichtiger, da es heutzutage ein Leichtes ist, persönliche Daten aufs Spiel zu setzen. Wir sind ständig online, täglich kommen neue, unwiderstehliche Apps auf den Markt und der Datentransfer steigt rapide an. Natürlich wissen wir alle, dass der Schutz persönlicher Daten gerade im Internet extrem wichtig ist – aber all die kleinen Spielereien machen doch so viel Spaß… Auf der anderen Seite stehen quälende Internetabstinenz und auf die Nerven gehende Wachsamkeit. Können Sie Ihre Privatsphäre trotzdem schützen? Es ist Zeit, genau das herauszufinden! Da die Antwort wohl für jeden anders ausfällt, schlagen wir eine Mobilgerät-Diät vor, um zu eine ganz persönlichen Meinung zu kommen. Folgen Sie einfach für die nächsten 30 Tage dem folgenden Diätplan mit drei simplen Einschränkungen, und entscheiden Sie danach selbst, wieviel Abstinenz Sie ertragen können. Auch wenn der Plan einfach klingt, wird der dennoch ein paar Annehmlichkeiten der modernen Welt auslöschen. Im Gegenzug ist Ihre Privatsphäre aber besser geschützt.

1. Schalten Sie Geolocation aus – und lassen Sie es aus

Die Diät startet ganz einfach. Gehen Sie einfach zu den Einstellungen Ihres Smartphones, Tablets oder Laptops und klicken Sie bei Geolocation auf „Ausschalten“. Das hört sich zunächst nach einer lapidaren Sache an, aber wir können uns kaum ein Feature vorstellen, das häufiger für fragwürdige Zwecke genutzt wird, als diese Ortungsfunktion mit Hilfe von GPS und Wi-Fi. Egal ob Twitter-Nutzer, Soldat oder Verbrecher auf der Flucht, Ortungsdienste können ernsthafte Konsequenzen haben – sogar wenn Sie absichtlich genutzt werden. Und natürlich gibt es dann auch noch den steten Strom neuer Apps von weniger ehrlichen Entwicklern, die unaufhörlich Daten saugen und für Ihre Zwecke missbrauchen.

2. Schalten Sie Wi-Fi aus – und nur dann an, wenn Sie es auch brauchen

Um die nächsten Privatdaten-Pfunde abzutrainieren, müssen Sie Wi-Fi deaktivieren. Das heißt nicht, dass Sie komplett auf dieses Feature verzichten müssen, aber schalten Sie Wi-Fi jedes Mal aus, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Smartphones mit aktvierter Wi-Fi-Funktion suchen konstant nach verfügbaren Netzwerken und verbinden sich ohne Ihr Zutun mit jedem Access Point, den es erkennt – eine gefährliche Sache.

Neben den Netzwerkscans verbreitet Ihr Gerät zudem fast ununterbrochen seine sogenannte MAC-Adresse (Media Access Control). Werbefirmen zeigen mehr und mehr Interesse an diesem eindeutigen Identifikator eines Geräts, da es wie ein Cookie verwendet werden kann, um Ihre Bewegungen nachzuvollziehen.

3. Loggen Sie sich aus, wenn Sie fertig sind

Dieser Vorsatz ist wohl der schwierigste. Aber was wäre es für eine Diät, wenn sie nicht auch ein bisschen weh tut? Es geht darum, sich aus jedem System auszuloggen, das man momentan nicht mehr benötigt. Sie benötigen Ihr Laptop nicht? Ausloggen! Die Überweisung ist getätigt? Ausloggen! Die Facebookeinträge sind up to date? Ausloggen! Jedes Programm, dass ohne Auszuloggen im Hintergrund weiterläuft, ist eine offene Hintertür, durch die Kriminelle leicht Ihre Privatsphäre kompromittieren können. Sei es durch ambitionierte Cross-Site Referral Forgery-Attacken oder einfach nur eine Person, die sich an ihrer Tastatur zu schaffen macht,  wenn Sie nicht da sind. Als I-Tüpfelchen können Sie dann noch die Option „Verlauf jedes Mal löschen, wenn Browser geschlossen wir“ aktivieren oder alternativ den Privatmodus aktivieren.

Jetzt viel Glück beim Abnehmen, wir sehen uns in 30 Tagen!

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